"Als Alpigal-Produzent setze ich mich mit meiner Familie für eine regionale und nachhaltige Hähnchenproduktion ein."

Martin Schmid, Alpigal-Produzent

Partnerschaftliches Verhältnis

Mit Alpigal erhalten unsere Kunden ausschließlich bestes Geflügel aus artgerechter Haltung. Um das zu garantieren, arbeiten wir sehr eng mit den Erzeugern zusammen. Unsere Partner-Höfe sind alle nach strengen und anerkannten Kriterien zertifiziert.

Bei uns ist nichts anonym, wir kennen unsere Landwirte und pflegen mit ihnen ein vertrauensvolles, partnerschaftliches Verhältnis. Besuchen Sie mit uns zwei beispielhafte Höfe: den von Martin Schmid in Unlingen und den von Daniel Stemmer aus Uttenweiler.

Daniel Stemmer: der erste Alpigal-Geflügelproduzent in Süddeutschland

Daniel Stemmer aus Uttenweiler ist der erste Alpigal-Geflügelproduzent. Ein Pionierprojekt in Süddeutschland nach Schweizer Vorbild – ein Blick hinter die erste Stalltüre.

Als sonderlich mutig würde er sich selbst nicht bezeichnen, sagt Daniel Stemmer aus Uttenweiler. Und doch entschied er sich vor rund zwei Jahren für einen Schritt, den bis dahin in Süddeutschland noch keiner gewagt hatte: Der junge Landwirt war der erste, der in Zusammenarbeit mit Oberschwäbische Geflügel regionale Hähnchen nach dem Alpigal-Standard herzustellen begann.

„Es war gerade dieser tiergerechte Ansatz von Alpigal, der mir zusagte. Ich war auf der Suche nach einem zusätzlichen Erwerbszweig für unseren Betrieb und interessiere mich schon lange für die Geflügelmast. Die konventionelle Mast sagte mir aber nicht zu, und da bin ich auf das Projekt von Oberschwäbische Geflügel gestoßen“, erklärt Stemmer.

Investitionen zahlen sich aus

Seit April 2016 mästet Stemmer nun auf seinem Betrieb in Uttenweiler Alpigal-Hähnchen für die Oberschwäbische Geflügel GmbH, ein Tochterunternehmen der Micarna SA aus der Schweiz. Robert Stauß Junior, Verantwortlicher für die Planung der neuen Partnerbetriebe, zeigt sich mehr als zufrieden, was die ersten Erfahrungen betrifft.

„Das Projekt Alpigal war für uns alle Neuland: Für Landwirte, wie Daniel Stemmer, die es wagten, für ein solches Projekt einen neuen Stall zu bauen. Und für uns als Unternehmen, die wir uns zu diesem Zeitpunkt zwar auf Berechnungen und Erfahrungswerte aus der Schweiz stützen konnten, aber keine Garantien hatten.“

Umso mehr freut sich der Projektleiter, dass die Berechnungen aufgehen, gerade auch für die Landwirte. „Sie sind unsere wichtigsten Partner. Es ist schön, endlich an einem Beispiel zeigen zu können, dass unsere Idee in der Realität funktioniert und sich die Investitionen auszahlen.“

Die Micarna als Schweizer Absicherung

Auch Daniel Stemmer ist zufrieden mit den ersten Ein- und Ausstallungszyklen seiner neuen Geflügelmast. „Für mich stimmt es einfach. Die Flexibilität, die Sicherheit und auch der ökonomische Aspekt: Es geht alles auf. Und vor allem entspricht es meinem Verständnis von Tierwohl. Ich glaube, dass das ein Thema ist, welches auch beim Kunden immer mehr nachgefragt wird. Von daher bin ich überzeugt, dass wir mit Alpigal ein Projekt haben, welches Zukunft hat.“

Ein Projekt, das sich Stemmer als das jüngste von fünf Kindern noch nicht wirklich vorstellen konnte, als er 2004 den Betrieb von seinem Vater übernahm. „Unser Fokus lag auf Schweinen, wir haben auch heute noch Mutterschweine. Und ein wenig Ackerbau. Die Geflügelmast war für uns Neuland.“

Und dennoch wagt der junge Landwirt den Schritt. „Ich wusste, dass hinter Alpigal die Micarna steht und damit ein Schweizer Unternehmen. Ich wusste, dass ich mich nicht blauäugig in irgendein Projekt hineinstürze.“

Ein Pionierprojekt mit Zukunft

Stemmer ist stolz auf seinen Vorzeigestall und voller Optimismus. „Ich stehe nach einem Jahr Hähnchen-Erfahrung voller Zuversicht in diesem Stall. Ich glaube wirklich, dass wir mit Alpigal ein Produkt erschaffen haben, das für Landwirte und Kunden eine Zukunft bietet.“

Martin Schmid: auch Küken mögen warme Füße

Martin Schmid aus Unlingen verwöhnt mit der eigenen Biogasanlage seine Hähnchen mit einer Fußbodenheizung und weiß, dass die Geflügelmast sich dazu eignet, Kreisläufe in der Landwirtschaft zu schließen.

Der Gedanke an eine Fußbodenheizung ist immer verlockend. Was für Menschen gilt, gilt durchaus auch für die Tiere in Landwirtschaftsbetrieben. Die Fußbodenheizung für die Hühner von Martin Schmid ist allerdings längst eine Tatsache. Und nebenbei vermeidet er dabei  unnötigen CO2-Ausstoß.

Denn der Hof und damit auch die Geflügelhalle des jungen Familienvaters in Unlingen werden durch eine eigene Biogasanlage betrieben. „Die Tiere mögen das, das sieht man. Sie legen sich gerne auf den Boden, fressen gut und sind wach und munter“, sagt Schmid. Und die Fußbodenheizung hat noch einen ganz praktischen Grund: „Nach dem Waschen und Desinfizieren des Stalles dauert es normalerweise mehrere Tage, bis die Halle, und vor allem der Boden, die nötigen 35 Grad Temperatur haben. Dank der Fußbodenheizung ist mein Geflügelstall innerhalb weniger Stunden angenehm warm, auch der Boden.“

Den Mut haben, neue Wege zu gehen

Seit 2016 gehört Schmid zu den Partnern von Stauss Geflügel und produziert unter der Marke Alpigal regionale Hähnchen für Süddeutschland. Als er sich dazu entschloss, Teil dieses Pionierprojekts zu werden, gehörte er zu den ersten Landwirtschaftspartnern, die nach Alpigal-Standard arbeiten. „Man muss den Mut haben, ab und an etwas zu wagen. Sich trauen, etwas ausprobieren, ohne die Garantie zu haben, dass es auch sicher klappt.“

Schmid weiß, wovon er spricht: Seine Familie ist seit Generationen für ihren Mut und ihre Innovationskraft bekannt. So war es sein Vater, der sich zu Beginn der 2000er-Jahre dazu entschied, mit einer eigenen Biogasanlage in die Energiegewinnung einzusteigen.

Martin Schmid ging damals noch zur Schule. Als er 2013 den Familienbetrieb übernahm, war klar, dass er seine Tätigkeit mit der Biogasanlage ausbauen und professionalisieren würde. Daneben wollte er noch etwas anderes, etwas Neues. „Wir hatten zu dieser Zeit eine Schweinemast, und zwar in einem Stall, den wir erst vor ein paar Jahren neu gebaut hatten. Ich war auf der Suche nach einer Alternative. Aber eine, die es mir ermöglicht, meinen Stall weiterhin zu nutzen und mir die Flexibilität gibt, mich um den Ausbau unserer Biogasanlage zu kümmern.“

Gute Futterverwertung und hohe Flexibilität

Martin Schmid entschied sich, zusammen mit Stauss Geflügel das Projekt Alpigal in Angriff zu nehmen, und baute seinen Schweinemaststall zu einer modernen Geflügelhalle mit Wintergarten um. Ein Aufwand, der sich bezahlt macht. „Bis jetzt bin ich von der Geflügelmast begeistert, und die Tiere scheinen sich wohlzufühlen.

Die Futterverwertung ist sehr gut, und auch sonst gibt es kaum Probleme.“ Vor allem schätzt der Landwirt, dass er die Geflügelbetreuung flexibel gestalten kann. „Abgesehen von den ein, zwei Tagen der Ein- und Ausstallung bin ich in meiner Tagesplanung frei. Das vereinfacht die Integration der Geflügelmast in den bestehenden Betrieb stark.“

Und gerade diese Flexibilität braucht der Landwirt, der mit seiner Biogasanlage nicht nur den Hühnerstall und seine eigenen vier Wände beliefert, sondern auch die Gemeinde mit Strom und Wärme versorgt. Zwei- bis dreitausend Haushalte profitieren von seiner Anlage. Zudem konnten in der Gemeinde im letzten Jahr 250.000 Liter Heizöl eingespart werden.

„Wir wollten unbedingt auch die Wärme der Biogasanlage nutzen. Also haben wir nach einem Lösungsansatz gesucht, welcher es uns erlaubt, die Abluft der Anlage zu verwerten“, erklärt der innovative Landwirt. Einerseits versorgt er damit seine Küken mit einer eigenen und wohl einzigartigen Fußbodenheizung, andererseits bringt er die Wärme mit einer eigenen Gasleitung ins Dorf. Dort wird unter anderem die Grundschule durch die Anlage beheizt.

Kreisläufe schließen und zurück aufs Feld

Betrieben wird die Anlage durch die Vergärung von Gras und Getreide. Mehr als 30 Tonnen Futter verarbeitet Schmid täglich. „Eine große Menge. Aber wenn man bedenkt, dass dieses Futter sonst nicht verwertet werden kann und damit einfach Abfall wäre, ist es doch sinnvoll, dass wir damit Wärme und Energie produzieren.“

Das Futter stammt von seinen eigenen Feldern und von zahlreichen Landwirten in der Umgebung. Das Nebenprodukt der Vergärung wird dann wiederum als Mist an Landwirte verteilt, die diesen als Düngemittel auf ihrem Betrieb einsetzen. „In Kreisläufen zu denken, wird für die Landwirtschaft in Zukunft immer wichtiger werden. Damit wir solche Kreisläufe schließen können, brauchen wir gute Ideen und vor allem den Mut, ab und an solche Ideen auch umzusetzen.“